Auf der diesjährigen 15. Jahreshauptversammlung der Hp-Berufshilfe
galt es bei den Vorstandswahlen auch über die künftige berufspolitische
Richtung des
Verbandes abzustimmen.
Die amtierende Vorsitzende Hp'in Roswitha Rohlfing – in Verbindung mit
dem Leiter der Amara-Schulen – wollte eine „Reform“ in Richtung
Großverband (ca. 2.000 Mitglieder aus Hp und Hp-Psychotherapeuten) mit
einer Verbandsschule (Amara) unter Aufgabe des Namens „Berufshilfe“.
Die bisherige Zielrichtung des Vereins sei hinderlich für ihre Vision,
die sie mit Herrn Dr. Klaus (Amara) teilt. Nachdem die Versammlung diese Vorstellung
mit Murren aufnahm, erklärte sich Wilfried Pieper – Gründungsmitglied
und Geschäftsführer seit der ersten Stunde des Vereins – bereit,
für das Versprechen der Gründungsmitglieder, Hilfestellung bei Praxisproblemen
anzubieten, anzutreten und dafür zu kämpfen, dass diese berufspolitischen
Ziele erhalten bleiben.
Bei der anschließenden geheimen Wahl des Vorsitzenden wurde Herr Pieper
mit überwältigender Mehrheit gewählt. Für die Zusammensetzung
des weiteren Vorstandes wurde ihm ein Vorschlagsrecht eingeräumt. Zunächst
kam der Ehrenvorsitzende Wolfgang Bischoff – Gründungsmitglied –
in die aktive Berufspolitik zurück und übernahm das Amt des 2. Vorsitzenden.
Als weiteres Gründungsmitglied blieb Frau Hp'in Erika Happel auf der weiteren
Position der 2. Vorsitzenden.
Neuer Kassenwart wurde Hp Bernd Sierig. Frau Hp'in Marie-Luise Holdinghausen
besetze die Position der Fachfortbildungsleiterin. In der neuen Position des
Medienbeauftragten wurde Hp Armin Wolf in den Vorstand gewählt. Für
die Geschäftsführung gab es keine Bewerber. Diese Arbeit wird vom
Vorstand miterledigt.
In den Beirat, der den Verband regional vertreten soll, wurden wiedergewählt:
Hp E. Walther (Hessen), Hp J. Baumann (Baden-Württemberg), Hp'in A. von
Vlahovits (Bremen/Emsland) und Hp'in G. Matthey (Hamburg). Die Geschäftsstelle
Süd (Bayern) übernahm wieder Hp A. Wolf.
Mit dieser Wahlentscheidung haben sich die Sondierungsgespräche mit der
Amara-Schule erledigt. Es war ohnehin nicht zu konstruktiven Verhandlungen gekommen,
die einen Vertragsabschluss ermöglicht hätten. Mit der Neuwahl einer
Fachfortbildungsleiterin werden wir eine verbandsinterne Schulung aufbauen,
allerdings weniger auf HpA ausgerichtet, sondern vordringlich eine praxisorientierte
Fachfortbildung.
Damit hat die Jahreshauptversammlung deutlich gemacht, dass sie die Zukunft
des kleinen engagierten Verbandes in der bisherigen erfolgreichen Konzeption
sieht und
zwischen Visionen und Utopien unterscheiden kann.