Liebe Mitglieder, unsere Zeitung feiert ein Jubiläum: Sie
erscheint im 10. Jahrgang !
Ich habe sie mit aus der Taufe gehoben, um endlich ein Sprachrohr zu finden,
denn unsere ehrenwerten Spitzenfunktionäre haben mir jahrzehntelang einen Maulkorb
umzuhängen versucht.
Heute möchte ich an meinen ersten Artikel in dieser Zeitung anknüpfen. Damals
hatte ich Ihnen versprochen, Missstände im Berufs- Stand kritisch anzusprechen
und mich für Verbesserungen einzusetzen. Dafür hatten wir auch 1993 unseren
kleinen, aber berufspolitisch munteren Verband gegründet. Es fehlte uns nur
zunächst ein Medium, um unsere Arbeit publik zu machen.
Was haben wir nun in den zurückliegenden Jahren erreicht ?
Insbesondere hatten wir uns dem Gutachterunwesen gewidmet und immer wieder veröffentlicht,
welcher "Bösachter" mit gefälligen Pam- phleten die Behandler an der Basis diskreditiert
und sie um Lohn ihrer Arbeit bringt. Ich muß hier nicht extra erwähnen, dass
mit diesen Ungutachten die Autoren viel Geld verdient haben. Viel schlimmer
war dagegen, dass es sich bei ihnen vorwiegend um von uns gewählte Funktionäre
handelte. Einer war Vize-Präsident im FDH, einer im gleichen Verband Regionalfürst
in Rheinland-Pfalz, ein anderer in der FDH-Verwaltung NRW oder wieder ein anderer
Beirat im VDH. Nachdem wir am BGH ein Urteil erwirkt hatten, dass alle "Gutachter"
Ihre Anschriften nennen und ihre Qualifikation nachweisen müssen, waren die
anonymen "Bösachten" vom Tisch. Leider wird auch heute noch gefällig "gegutachtet",
aber die Autoren sind sehr vorsichtig geworden und diffamieren ihre Kollegen
nur noch selten unter der Gürtellinie. Aber durch unsere Öffentlichkeitsarbeit
haben wir zumindest bewirkt, dass alle ihre Funktionärsposten verloren haben.
Schon in unserer ersten Ausgabe hatte ich behauptet, dass die zer- strittene
Präsidenten-Runde der DDH nur Stillstand (=Rückgang !) produziert. Zwar hat
sich diese Vereinigung dazu bekannt, dass sie alle Beschlüsse einstimmig fassen
will, aber man darf doch fragen, wieweit der Spagat bei diesen Präsidenten sein
kann, von denen doch jeder sein eigenes Süppchen kocht. So z.B. verhinderte
der FDH-Präsident, dass seine ihm viel zu agile bayrische Regionalfürstin in
den Gesund- heitsrat der bayrischen Staatsregierung kommt. Ebenso hält er es
nicht für nötig, eine Umfrage des Gesundheitsministeriums zu beantworten. Fazit:
Hps sind nicht interessiert!!
Ein anderer Präsident, der sich als "Lichtgestalt" vom VDH verabschiedet hat
und nun zum Diamanten wurde, hat auf Kosten des Berufsstandes über Jahrzehnte
nur private Geschäfte gemacht. Trotzdem sind für seinen Vize, der sich jetzt
ohne demokratisches Votum zum neuen Präsidenten ernannt hat, die Schuhe seines
Vorgängers viel zu groß. Vor allem verstrickt er sich in unnütze Prozesse gegen
Mitglieder, wo von vornherein schon feststeht, dass er sie nicht gewinnen kann.
Den ersten hat er bereits verloren. Uneinsichtig verschleudert er hier Verbandsvermögen.
Ebenso gern prozeßhanselt die Präsidentin der Union. Sie bringt damit schon
eine RA-Sozietät in Lohn und Brot ! Akribisch sucht sie nach Wettbewerbsverstößen
der Kollegenschaft und macht stets sofort eine Wettbewerbsklage anhängig. Verliert
sie, wird natürlich auch aus der Verbandskasse bezahlt. Wenn diese Herrschaften
ihre Mitglieder aus ihren Ver- bänden hinausklagen, ist der FH-Präsident, der
ohnehin für die absolute Freiheit im Berufsstand ist, bemüht, seine Mitglieder
um jeden Preis zu halten. Und sei es mit Drohungen, so z.B., dass man seine
Zulassung verlieren könne, wenn man geht.
Nicht so sehr für die absolute Freiheit war nun der BDH-Präsident. Er möchte
seine Mitglieder durch gezielte Weiterbildung qualifizieren und suchte als Sprachrohr
nach einer Zeitung. Das gefiel nun den anderen Präsidenten ganz und gar nicht.
Er wurde aus dem Elite-Club ausgeschlossen. Einstimmigkeit (lt. Vereinbarung)
erzielte man dadurch, dass man ihn zu dieser Entscheidung gar nicht einlud.
Ich nenne das "Demokratie á la Putin"!
Damit dürfte der Präsidenten-Spagat zerbrochen sein!
Zerbricht nun der DDH (Dachverband) auch durch Funktionärsintrigen wie seiner-
zeit die Kooperation?
Wollen Sie, liebe Leser, dass diese Spielchen so weitergehen ? Eigentlich müsste
diese Art der Berufspolitik jeder von uns infrage stellen - nicht nur ich allein
! Der dichte Funktionärsfilz ist zu einer Belastung für unseren Berufsstand
geworden. Zukunft ist mit ihm nicht zu planen. Wirtschaftliche Sicherheit gibt
es dann nur für die kleine Eliteschicht der Selbstversorger, die leider keine
gläsernen Taschen haben und für die alle anderen brav und bereitwillig ihre
Beiträge bezahlen.
Das darf so nicht weitergehen. Denn unser Image in der Öffentlichkeit sinkt,
die Gesundheitspolitiker nehmen uns gar nicht wahr. Neben der Gefährdung unserer
Existenz ist auch die Naturheilkunde der große Verlierer!
Weil dies nicht geschehen darf, werde ich immer wieder auf die Missstände im
Berufsstand hinweisen. Außerdem möchte ich Sie aufrufen: Lassen Sie Ihre Praxis
zertifizieren nach Iso 9001. Damit erbringen Sie einen Qualitätsnachweis, der
Ihre Existenz zukunftssicher macht und Ihnen Unabhängigkeit bringt. Beachten
Sie bitte nebenstehenden Artikel. Wenn schon unsere Spitzen- funktionäre in
der Führung versagen, muß halt jeder von uns für sich selbst sorgen und sehen,
wie er den Bestand seiner Praxis sichert. Die Zertifizierung, die Sie mit uns
durchführen können, ist dafür der richtige Weg. Unter o.g. Telefon-Nummer beraten
wir Sie gern.