Liebe Mitglieder,
einer der Besten (Funktionäre) der "Guten" (Hp) hatte unsere 1. Vorsitzende
und mich als Ehrengäste zum "Kongreß des Südens" nach München eingeladen. Die
Veranstaltung im ICM München-Riem war gut frequentiert, ca. 2.000 Besucher und
143 Aussteller. Damit war der wirtschaftliche Erfolg durch Mieteinnahmen und
durchschnittliche Eintrittspreise von € 12,-- mit hoher Wahrscheinlichkeit gesichert.
Sehr schön für die beiden Verbände BDHN und FH, die diese Veranstaltung ausgerichtet
hatten.
Daß die Besucher zu 80 % weiblich sind, gehört mittlerweile zu jedem Hp-Tag.
Aber auch die oberste Funktionärselite war ziemlich komplett vertreten. Mich
"Bösewicht", den unser "urdemokratischer" oberster Präsident und Golfcaptain
möglicherweise für einen unerwünschten "Querdenker" hält, hat in dem Besuchergetümmel
- gottlob - niemand wahrgenommen. Auch der Funktionär, der uns so frisch und
fröhlich eingeladen hatte, fand keine Zeit für uns. Vielleicht waren ihm inzwischen
Bedenken gekommen, und er möchte sich mit uns weder zeigen oder gar noch unterhalten.
Dabei gibt es doch in der Berufspolitik so viele Probleme, über die man gemeinsam
diskutieren sollte. Aber eines wurde mir bei unserem Besuch immerhin klar, über
das Thema "qualifiziertes Praxismanagement" wollte von den Veranstaltern niemand
reden. Auch in den Vorträgen - z.B. bei Hp Siewertsen wurde dagegen polemisiert.
Also für uns außer Spesen nichts gewesen! Schade!
Da ich selbst noch schaffender Rentner bin, fiel mir auf, dass inzwischen auch
Die gesamte Führungselite in die Jahre gekommen ist. Wo bleibt der Nachwuchs?
Wer bestimmt die Zukunft unseres Berufsstandes?
Ich sah u.a. unseren "Obergutachter", den die DDH immer wieder als "Experten
für Gebühren und Versicherungsfragen" ausloben. Ebenfalls in die Jahre gekommen
und scheinbar gesundheitlich angeschlagen war er doch tapfer vor Ort gegen Tagegeld
und Spesen. Eigentlich sollte man ihm jetzt den Ruhestand gönnen. Den Kollegen
an der Basis, die er über 20 Jahre lang mit seinen "Bösachten" um den Lohn ihrer
Arbeit gebracht hat, wäre das zu wünschen. Es hat mich Immer wieder verblüfft,
wie er dem Berufsstand Wein gepredigt und den Behandlern sauren Essig serviert
hat. In seinem letzten Elaborat, das mir vorlag, bescheinigt er einem erfahrenen
hessischen Kollegen, der jahrzehntelang erfolgreich seine Praxis betreibt, dass
dieser keine Ahnung hat, die medizinische Notwendigkeit einer Therapie nicht
besteht und ein künftiges Behandlungskonzept nach des "Obergut-achters" Vorgaben
zu ändern sei. Außerdem seien Injektionen absolut nicht notwendig. Oraltherapeutika
werden dringend empfohlen. Zudem erkennt er am Schreibtisch ungezielte manuelle
Verfahren, die unnötig sind. Diese Beurteilung für ein Ehepaar war bei beiden
gleich. Natürlich war dieses Geschreibsel unzulässigerweise anonym, obwohl er
als "Obergutachter" wissen müsste, dass wir bereits vor Jahren am BGH (Az. IV
ZR 418/02) ein Urteil erreicht haben, das die volle Anschrift und seine Qualifikation
verlangt. Aber bei allen mir bekannten Hp-Gutachtern" stellt sich immer wieder
die Frage: welche Qualifizierung zum Medizinischen Fachgutachter haben sie?
So habe ich auch in diesem Fall meinem Kollegen und seinen Patienten geraten,
um die Erstattung zu klagen. Inzwischen liegt mir aus diesem Prozeß das Gerichtsgutachten
vor. Autor: Facharzt für Allgemeinmedizin und Naturheil- verfahren, Präsident
der internationalen Gesellschaft für Homöopathie und Homotoxikologie. Fazit
der Beurteilung: "Zusammenfassend kann dem behandelnden Hp bescheinigt werden,
dass er in den vorliegenden Krankheiten bei beiden Patienten umsichtig, kompetent
und verantwortungsbewusst ge- handelt hat. Sowohl bei den Therapieverfahren,
wie auch bei den ausgewählten Heilmitteln handelt es sich um etablierte Methoden
und Präparate der Naturheilkunde. … die Versicherung ist in den vorliegenden
Fällen zur Er- Stattung verpflichtet."
Es ist doch blamabel für unseren Berufsstand, dass erst ein Arzt bescheinigen
muß, dass wir Hp gut arbeiten.
Deshalb fordere ich immer wieder, das Gutachterunwesen endlich aus der Welt
zu schaffen. Bereits 1996 habe ich mehrfach den "guten" FDH-Präsidenten inständig
gebeten, hier etwas zu unternehmen, weil es in seiner Macht liegt. Leider vergeblich!
Folglich denke ich über "gut" und "böse" etwas anders als er!