Meine Meinung

von Hp Wilfried Pieper

Veröffentlicht im "Natur-Heilkunde Journal" Nr. 9/2007

So gern würde ich Ihnen einmal etwas Erfreuliches über unseren Berufsstand berichten. Doch die Informationen, die sich auf meinem Schreibtisch sammeln, berichten nur vom Gegenteil. Und immer wieder stellt sich mir dann die Frage: Was machen eigentlich unsere Spitzenfunktionäre (außer Aufwandsentschädigung zu kassieren)?
Schauen wir also einmal genauer hin. Der Primus inter pares der Präsidentenrunde gefällt sich eigentlich nur darin, sich in seinen Editorials selbst zu loben. Außerdem glaubt er, 20.0000 Hp zu vertreten. Tut er das wirklich? Und was tut er für sie? Unser kleiner Verband z.B. möchte nicht von ihm vertreten werden! Unser Dachverband ebenso wenig! Wir halten uns auch nicht für "selbsternannte Meinungsbildner", die seiner Ansicht nach die Weisheit mit silbernen Löffeln gefressen haben. Wir nehmen uns aber das Recht, auf Missstände im Berufsstand immer wieder hinzuweisen. Außerdem lassen wir uns nur ungern beschwindeln. Wenn wir bei ihm lesen müssen, es gäbe in den DDH keine Unstimmigkeiten, alles Paletti, Friede, Freude, Eierkuchen, so ist das schlicht nicht wahr.
Nach meiner gesicherten Information brodelt es recht heftig hinter den Kulissen. Doch das ist ein Problem, dass die DDH mit sich selbst ausmachen muß. Nur es darf nicht zum Schaden der Heilpraktikerschaft geraten. So las ich in dem Sach- verständigengutachten zur zielorientieren Gesundheitsversorgung, das am 03.07.07 der Ministerin Schmidt übergeben wurde, dass der FDH auf eine Stellungnahme verzichtet habe. Von den DDH war auch nichts zu lesen. Wurde die Präsidentenrunde überhaupt von ihrem Primus informiert? Fragen über Fragen! Wollen wir Hp im Gesundheitskonzept nicht mehr mitspielen? Braten wir uns eine Extrawurst? Oder haben sich unsere Funktionäre schon mit dem Niedergang unseres Berufsstandes abgefunden?
Wenn ja, dann muß dieses Personal schnellstens ausgewechselt werden!! Gerade das letzte Jahr hat aufgezeigt, dass Versäumnisse in der Führung der Heilpraktikerschaft zu starken Einbußen in den Praxen geführt hat.
Zudem gibt es noch immer zum wirtschaftlichen Schaden der Therapeuten das Gutachterunwesen, für dessen Fortbestehen der FDH-Präsident allein verant- wortlich ist. Ein Weiter-so ist nicht möglich! Da kann es nicht Aufgabe des DDH- Präsidenten sein, mit einer ihm unliebsamen Fachzeitung einen sinnlosen Streit vom Zaun zu brechen. Oder in einem anderen Fall Mitglieder mit Abmahnungs- klagen zu verfolgen, die dann alle ausgehen wie das Hornberger Schießen. Gerade jetzt erhielt ich einen Bankbeleg, in dem die Union Deutscher Heil- praktiker dem Beklagten nach einem verlorenen Verfahren die Kosten überwiesen hat. In einem anderen Verfahren entstanden diesem Verband hohe Kosten durch einen Vergleich. Die Kollegin König (79), an deren Existenzvernichtung die Präsidentin rege mitgewirkt hat, sitzt auf € 8.000,-- Gerichtskosten. Dafür hat sie 25 Jahre an die Union Beitrag gezahlt! Wer stoppt diese prozeßhänselnde Dame, die bedenkenlos Beitragsgelder "verklagt"?

Ein anderer Präsident, der diesen Planeten schon verlassen musste und den unbe- darfte Kollegen für eine Lichtgestalt hielten, macht noch einmal Schlagzeilen, über die ganz Hannover lacht.
In der dortigen Tageszeitung erschien ein Artikel, dass nun aus der Asche der Lichtgestalt ein Diamant gepresst wurde, um den sich jetzt seine Frauen streiten. Leider wurde auch genüsslich zitiert, dass sich hier ein Hp-Präsident in einen Edelstein verwandelt hat. Nur konnte er noch nicht ausgelöst ( Umwandlung = € 12.000,--) werden, um an der Halskette seiner jungen Witwe (33), die ihn noch auf dem Sterbebett ehelichte, zu hängen. Es stand auch zu lesen, dass sein Testament dieses Ende nicht vorgesehen habe. Genauso löcherig scheint sein Testament für seinen ehemaligen Verband zu sein. Als früheres langjähriges VDH- Mitglied und Rechnungsprüfer betrübt mich, wie jetzt dort der Verband gemanagt wird. Dabei müsste die Ära Scharnick nun wirklich zu Ende sein! Eine umfassende Reform ist nötig, um die Zukunft des VDH zu sichern. Meinen früheren Verbands- kollegInnen kann ich nur zurufen: Nehmt Eure Verbandsgeschäfte wieder selbst in die Hand! Laßt Euch nicht länger von der Livre (100 % Scharnick GmbH) verwalten! Besinnt Euch auf die demokratische Funktion der Jahreshaupt- versammlung und wählt Euch einen Vorstand, der korrekte (gläserne) Arbeit leistet! Dann bleibt ein starker Verband erhalten, der auch zur Reform unseres ganzen Berufsstandes beitragen kann.