Unsere Meinung

von Hp Wilfried Pieper

Veröffentlicht im "Natur-Heilkunde Journal" Nr. 10/2002

Jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, sind es noch drei Wochen bis zur Bundestagswahl. Wenn Sie Ihre Zeitung aber bekommen, kennen wir schon das Wahlergebnis.

Noch bin ich guter Hoffnung, dass alle Bürger ihrer Wahlpflicht nachkommen. Wahlmüdigkeit löst keine Probleme. Und deren gibt es mehr und mehr! Ich hoffe auch, dass die Kollegenschaft eine Wahlentscheidung trifft, die die notwendigen Reformen im Gesundheitswesen begünstigt. Ganz gleich, welche Partei den Wahlsieg davon trägt oder welcher Kanzlerkandidat dann das Sagen hat, eine Wende in der Gesundheitspolitik ist zwingend notwendig. Ansonsten ist Gesundheit für die Bürger nicht mehr bezahlbar (siehe auch den Artikel: "Bleibt Gesundheit bezahlbar?).

Auch wenn wir Bürger nur alle vier Jahre das Recht haben, mit unserem "Kreuzchen" die Politik mitzubestimmen, sollten wir doch so mündig sein und nun die Wahlversprechen einfordern. Unsere Spitzenfunktionäre, die vor der Wahl so sprachlos waren und sich nur durch absolutes Schweigen zu allen Gesundheitswahlparolen ausgezeichnet haben, sind jetzt gefordert, endlich mit den Politikern zu reden. Schließlich geht es um die Existenz und die Zukunft unseres Berufsstandes. Wird aber letztlich alles für oder über uns in Brüssel entschieden, gehen wir den unteren Weg, denn die Politiker der EU sind uns nicht sehr gewogen.

Über die Zukunft und Gestaltung unserer Zeitung, haben sich die Verantwortlichen der Verbände, die in ihr ein Sprachrohr gefunden haben, unlängst in Meckenheim mit der Chefredaktion und der Verlagsleitung unterhalten. Durch die Vielzahl der vertretenen Verbände spricht die Zeitung ein umfangreiches Leserspektrum an. Mit einer Auflage von 15.000 Exemplaren sie es auch hinreichend ab. Rückmeldungen zeigen uns, dass unsere Zeitung gut ankommt, weil Aufmachung und Inhalt entsprechend sind. Außerdem können die Verbände gezielt ihre Mitglieder ansprechen und sie aktuell informieren. Auch für die uns nahestehende Pharmaindustrie sollte diese Zeitung, die inzwischen zum größten Fachorgan in unserem Berufsstand zählt, ein interessanter Werbeträger sein. Viele Hersteller haben dies schon erkannt, aber einige stehen immer noch zurück. Schade!

An unsere Mitglieder und Leser richte ich die Bitte, reagieren Sie mit Musteranforderungen auf Inserate und sprechen Sie Ihre Pharmareferenten an. Sprechen Sie auch uns an, wenn Ihnen etwas nicht gefällt oder wenn Sie einen Verbesserungsvorschlag haben. Für alles, was dazu beiträgt, unsere Zeitung zu verbessern, ihre Auflage weiter zu steigern und Sie noch umfassender zu informieren, wollen wir uns einsetzen.