Die PKV und ihre Bösachter

von Hp Wilfried Pieper


Veröffentlicht im "Natur-Heilkunde Journal" Nr. 11/2001

Das leidige Gutachter-Unwesen speziell in unserem Berufsstand beschäftigt uns immer wieder, weil damit zur Gewinnmaximierung der Versicherungen unseren Patienten und somit auch deren Behandlern schwerer wirtschaftlicher Schaden zugefügt wird. Dass auch die Gefälligkeitsgutachter dabei lukrative Honorare einstecken, die sie auf harte Praxisarbeit verzichten lassen, versteht sich von selbst.

Wir wissen, dass die PKV mit für den Versichten anonymen Bösachtern den Versicherungsvertrag aushebeln kann. Alle Beschwerden waren bisher fruchtlos. In anderen Berufsparten wäre das böse Spielchen "Gefälligkeitsgutachter" in dieser Form nicht möglich, bei uns beteiligen sich daran sogar Funktionäre.

Wenn wir uns auf dem "Dienstweg" gegen diese üblen Machenschaften nicht wehren können, sollten Sie, liebe KollegInnen wenigstens wissen, wer Sie um den Lohn der Praxisarbeit bringt.

Immer wieder - und das seit 15 Jahren - haben wir die Präsidenten der Verbände angeschrieben, diese unselige Gefälligkeitsgutachterei zu unterbinden. Geschehen ist nichts. Eher entstand der Eindruck, dass die Bösachter den Schutz ihres jeweiligen Präsidenten genossen und genießen. Die Dummen waren immer die HeilpraktikerInnen an der Basis.

Allerdings funktioniert die Leistungsverweigerung nicht ohne die entsprechenden Versicherungen, die keine Skrupel haben, mit fachlich inkompetentem, polemischem und diffamierendem Geschreibsel ihre Versicherten zu prellen, und dazu noch anonym!

Wenn Sie privatversicherte Patienten behandeln, sollten Sie diese Information kennen und beherzigen, indem Sie schon bei der Erstuntersuchung auf eventuelle Leistungsdifferenzen hinweisen. Nehmen Sie direkt hier mit uns Kontakt auf oder schreiben Sie uns, wir helfen Ihnen gerne weiter.