"Mehr Streit bei Privatpatienten"...

von Hp Wilfried Pieper


Veröffentlicht im "Natur-Heilkunde Journal" Nr. 5/2004

...meldete am 3. März 2004 dpa und führte weiter aus, dass sich 2003 Leistungsverweigerungen der PKV deutlich erhöht haben. Dem Ombudsmann für private Krankenversicherungen lägen über 7000 Reklamationen vor. Die Ablehnung der Liquidationen erfolgte mit den auch uns bekannten Begründungen: Rechnung zu hoch, Behandlung medizinisch nicht notwendig. Die Meldung deckt sich durchaus mit Erfahrungen, die wir bereits seit Jahren machen. Wir wissen auch, dass der Ombudsmann mit der Flut der Reklamationen heillos überfordert ist und folglich nur wenig bewirken kann. Wie sich bereits in den ersten Monaten dieses Jahres zeigt, haben die Leistungsverweigerungen bereits jetzt inflationär zugenommen. Hinzu kommt auch, dass Post und Beihilfe die Erstattungsrichtlinien enorm gestrafft haben. Die PbeaKK lässt Hp-Rechnungen bundesweit durch Ärzte "begutachten". Außerdem richtet sich mit der Erstattung nach den neuen Regeln der Bundesbeihilfe. Also ab 1. April 2004 keine Leistung mehr für rezeptfreie Medikamente.

Seit einiger Zeit häufen sich auch bei der PKV die Hinweise an VN, dass die Ursache für Leistungsablehnung beim Therapeuten zu suchen ist. Man möge also mit ihm wegen der Bezahlung nochmals Rücksprache nehmen. Im Klartext: Uns wird der schwarze Peter zugeschoben und die Patienten werden animiert, bei uns nicht mehr zu bezahlen. Unserer Geschäftsstelle liegen derartige Versicherungsschreiben vor. Ebenso sind uns deshalb Zahlungsverweigerungen durch Patienten bekannt geworden. Allerdings gibt es dazu ein für uns interessantes urteil, das wir veröffentlichen werden, sobald uns das Aktenzeichen bekannt ist. Darin geht es um eine uns bekannte Versicherung, die ihrem VN, einem Lehrer, geraten hatte, die Liquidation eines Arztes für Naturheilverfahren nicht zu bezahlen. Der Arzt verklagte daraufhin den Lehrer und gewann. Dieses Urteil macht Hoffnung!