Die unendliche Geschichte: Gefälligkeitsgutachterei und Leistungsverweigerung der PKV

von Hp Wilfried Pieper


Veröffentlicht im "Natur-Heikunde Journal" Nr. 7-8/2001

Eigentlich müsste man diesen Themas schon überdrüssig werden. Aber es wird uns Behandlern tagtäglich doch großer wirtschaftlicher Schaden zugefügt. Ich habe Ihnen das Procedere schon mehrfach ausführlich geschildert und will hier von Wiederholungen absehen.

Weil ich der Ansicht bin, dass es nicht sein kann, dass in allen Verweigerungsfällen der Hp stets den "schwarzen Peter" bekommt, Bösachter daran viel Geld verdienen und hohe Prämien zahlende Patienten die vertraglich zugesicherte Leistung nur auf dem Wege der Zivilklage bekommen, hatte ich mich in der Vergangenheit bereits mehrfach an das BAV (Bundesaufsichtsamt Versicherungswesen) gewandt. Leider erfolglos. Denn diese, von unseren Steuern gesponserte Behörde, zeigte sich bisher recht inaktiv. Nachdem das auch der Bundesrechnungshof und der Bund der Steuerzahler festgestellt haben, versprach unser Bundesfinanzminister, oberster Dienstherr der BAV, Abhilfe.

In der Hoffnung, dass auch unser Problem sich politisch lösen lässt, habe ich Herrn Eichel angeschrieben und erhielt den Aufgabenkatalog des BAV. Daraufhin hatte ich nochmals Aktivität angemahnt. Es kam aber als Antwort nur eine lasche Entschuldigung für die schlafmützige Behörde.

Nachdem nun im "Focus" verkündet wurde, dass Herr Eichel die drei Finanzaufsichtsbehörden zu einer effektiv arbeitenden Superbehörde zusammenschließen will, habe ich für unser Anliegen einen weiteren Anlauf gewagt.

Jetzt, wo Wahlen vor der Tür stehen, ist Bürgermeinung wieder gefragt. Geben Sie Ihrer Stimme Gewicht und fragen auch Sie den Politiker Eichel, was er für uns und unsere Patienten zu tun gedenkt. Schreiben Sie ebenfalls!