10 Jahre Heilpraktiker-Berufshilfe


Veröffentlicht im "Natur-Heilkunde Journal" Nr. 11/2003

Die Zeiten waren und sind nicht einfach, auch nicht für Heilpraktiker in ihrer Praxis. Wenn jedoch aufgrund unkollegialer Gutachten private Versicherungen die Möglichkeit erhalten, Leistungen zu verweigern, gefährdet dies nicht nur die finanziellen Grundlagen der Praxen sondern auch das Vertrauen von Patienten in den Berufsstand!

Dies war der Grundgedanke, mit dem sich vor zehn Jahren engagierte Kollegen zusammenfanden, um einen mutigen Schritt zu realisieren: Die Gründung der "Heilpraktiker-Berufshilfe" als Berufsverband. "Die Kollegen können uns beim Wort nehmen", so der Geschäftsführer Wilfried Pieper. "Wir sind stets für die Wünsche, Sorgen und Nöte ansprechbar, die unsere Mitglieder in der Praxis bewegen." Und dies selbstverständlich ehrenamtlich, also ohne Aufwandsentschädigung.

Ein mutiger Schritt, sich stark zu machen gegen die großen Verbände, für die Berufsangehörigen an der Basis, die sich oftmals bei ihren Alltagsproblemen nicht mehr hinreichend vertreten fühlten. Ohnmächtig gegenüber den Missständen, die sich im "Funktionärsklüngel" eingeschlichen hatten: Überhöhte Aufwandsentschädigungen neben Reisekostenpauschalen und Kostenerstattung bei zweifelhafter Qualität der Verbandsführung. Aber: Mut muss im Alltag bewiesen werden.

Das stand am Beginn der Verbandsarbeit und noch heute beansprucht die Hilfestellung bei Leistungsdifferenzen den größten Teil der ehrenamtlichen Tätigkeit. Wobei der Vorstand durchaus erfolgreich einige Urteile erreichen konnte. Das erleichtert die Tätigkeit in diesem Bereich.

Der Verband fühlt sich aber in besonderem Maße auch den Kollegen verpflichtet, die ihre Berufstätigkeit beginnen. Rat und Hilfe, Schulungen im Umgang mit dem GebüH, Praxismanagement und Tipps für eine wirtschaftliche Praxisführung stehen auf der Tagesordnung.

Probleme aufgreifen, den Finger in die Wunde legen, will die Heilpraktiker-Berufshilfe auch weiter. Einen "Maulkorb" will man sich auch zukünftig nicht verpassen lassen und so auch weiter Einfluss auf die Entwicklungen nehmen.

Mit den Gründungs- und Fördermitgliedern, Honorationen und Pressevertretern konnte der Vorstand seinen 10jährigen Geburtstag feiern. Eins ist sicher: Ausruhen wird er sich auf den bisherigen Erfolgen nicht, sondern ein stetiger Mahner in der Wüste sein. Gegen Filz und Betonköpfe in den Reihen des Berufsstandes und für Reformen auch in den Verbänden. Damit nicht von Funktionären aus Profilstrebungen das Potenzial verspielt wird, das in den Praxen erarbeitet wurde.

Herzlichen Glückwunsch
Heilpraktiker-Berufshilfe!



Der erfolgreiche Vorstand des Berufsverbandes Heilpraktiker-Berufshilfe,
der 1. Vorsitzende Wolfgang Bischoff (rechts) und Geschäftsführer Wilfried
Pieper (links) konnte das zehnjährige Verbandsjubiläum feiern.